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Semy M. Bronn hat am 15.09.2018 18:13:20 geschrieben :

Internat Evangelisches Seminar Maulbronn (eine Elternsicht) Bewertung Erfahrung Kritik Dank
Lange hat unser Kind das evangelische Seminar verlassen und das Abitur an einem anderen Gymnasium abgeschlossen. Auch wenn unser Seminarist sagt, in Maulbronn waren seine glücklichsten Schuljahre,  so ziehen wir als Eltern doch eine etwas andere Bilanz über eine besondere, vielleicht sogar einmalige Schule.Dass ich dafür nochmals Unterm Rad lese mußte, hätte ich nicht gedacht, aber keiner wie Hermann Hesse beschreibt besser das örtliche und zeitliche Problem eines pubertierenden Seminaristen. Vieles hat sich dennoch verändert.
Mein Eindruck: Es sind heute drei Sorten Schüler am Seminar. Zunächst sind da die vielen Internatsromantiker, die abseits der Eltern die große Gemeinschaft suchen, dann die ehrgeizigen Traditionalisten, die mehr oder weniger freiwillig das Leben und Lernen ihrer Eltern zu wiederholen versuchen und dann noch die kleine Gruppe der „bezahlenden Problemfälle“. Wen man allerdings vergeblich sucht, sind inzwischen die geistigen Eliten (siehe Abiturschnitt: und weil der Ruf eines Internats auch davon lebt, kann man sicher sein, dass das ev. Seminar alles tut, dass dieser möglichst gut ausfällt). Denn lange vorbei sind die Zeiten, in denen seitens Kirche die Bewerber und Kandidaten zuliefen oder vors Klostertor gestellt wurden. Auch muss man erkennen, dass Eliten nie in Maulbronn entstanden sind, sondern dass diese vor allem durch Landexamen selektiert wurden. Die Lernbedingungen sind vergleichsweise schwierig im klösterlichen Internatsalltag. Hinsichtlich personeller und räumlicher Ausstattung ist Maulbronn auch nicht besser gestellt als andere Schulen. Bessere Leistungen kommen, wenn dann von besseren Schülern. Die heutige Rekrutierung (Landexamen) sieht so aus, dass jeder Junge der bei 3 noch am Klostertor steht eines der 9 Vollstipendien erhält, lediglich bei den vielen Hannis&Nannis gehen manche leer aus, müssen draußen bleiben oder zahlen halt. Doch selbst dieser Beitrag ist leistbar und fair (tatsächliche tuition fee und housing fallen geringer aus als die nominal genannten 800€; tatsächlicher Betrag meist unbekannt und vermutlich bezuschusst, je nach Kandidat).  Deshalb die Frage:
Warum gibt es diese Einrichtung dann überhaupt noch?
Ganz einfach, weil seine Existenz für alle Parteien nicht von Nachteil ist:
  • Der Staat muss eh das Lehrerpersonal und den Schulbetrieb stellen,

  • das Weltkulturerbe will die Räume genutzt und beheizt haben (Bauphysik ist im alten Klostergemäuer ein Riesenproblem),

  • aber vor allem die Kirchengeldgeber betreiben/finanzieren lediglich Ablauf und Organisation des Internatsbetriebs, bekommen dafür aber ein Maximum an Öffentlichkeit, Mission, Sympathie, Werbung und Aufmerksamkeit; vielleicht so wie mit den staatlich bezahlten Kirchenkindergärten (Staat zahlt – Kirche strahlt).


Warum also sollte es diese Schule nicht geben, denn am Ende haben alle ihren persönlichen Vorteil - bis hin zu den "sturmfreien" Eltern (die eine günstige Pubertier-Betreuung genießen) oder auch für den ehrgeizigen Abiturienten (die glauben mit einer Besonderheit im Lebenslauf später besser dazustehen) werden Vorteile in Aussicht gestellt.
Kurz gesagt: Wenn auch die Zeit der Rekrutierung des theologischen Nachwuchses in Maulbronn vorbei ist (man staunt, welche Berufswege Semis nach Maulbronn einschlagen: von Finanzindustrie bis Bundeswehr gibt’s da alles), so ist die Kirchen- und Klosterromantik erst durch die Lebendigkeit der singenden Internatschüler perfekt und zugegebenermaßen vor allem musikalisch tatsächlich auch außerordentlich.
Apropos Musik - Wer diese Leidenschaft nicht pflegt, für den kann es am Semi sehr einsam und langweilig werden. Wenn wieder mal monatelange schulische Weltpremieren von Requiem bis Mesias anstehen, läuft außer Proben tagelang nichts mehr. Freizeitbetreuung außerhalb der Musik fällt eher gering aus, zu wenig Sport, wenig AGs, denn diese müsste der Kirchenträger stellen, der aber nur schwer versteht, was außer Musik ein Jugendlicher benötigt. Deshalb: In Maulbronn braucht der Internatschüler ein hohes Maß an Selbstbeschäftigung! Auch ist die räumliche Bewegung und Nutzung im Weltkulturerbe sehr eingeschränkt (alles verboten was Erscheinungsbild und Klosterbild verändert. Nur „auf Mauersitzen“ ist erlaubt, keine Sonneschirme, etc.)Was aber ist jetzt mit der berühmten großen Gemeinschaft? Ja, die gibt es wirklich, und zwar, weil alle sie suchen und alle einander brauchen; Freundschaften, Vertrauen, Hilfe. Tatsächlich ist uns keine Niedertracht, keine Ausgrenzung wie an anderen Schulen begegnet; definitiv kein Mobbing, wirkliche echtes Miteinander und Gemeinschaft; und das nicht nur, weil im Kloster und in der ganzen „Stadt“ der Hund begraben ist (Abgesehen von Schönwetter-Besucherinvasionen ist wenig Leben ums Haus).Rückblickend ist zu anfangs ein Internatsleben tatsächlich die große Freiheit und fernab von bemutternden Eltern reift der Neuntklässler scheinbar zum Möchtegern-Studenten. Doch nach einem Schuljahr werden in der anstrengenden Alltagsroutine Hausschluss, Lernzeiten, Gemeinschaftsdienste, 4-Bettzimmer und Anwesenheitspflicht schnell zur Unfreiheit. Für Manchen kann das Internat örtlich und zeitlich sehr belastend sein, vielleicht auch weil man sich in der brutalsten Zeit und größten Veränderung des Lebens befindet: der Pubertät (Hesse und manch andere kamen damit in Maulbronn überhaupt nicht klar. Unterm Rad ist da aktueller den je). Örtlich gesehen ist dieses alte Kloster trotz aller baulichen Bemühungen ein unwirtlicher Ort. Am Semi sagt man, das Klostergemäuer kann für viele Schüler so wörtlich „zu stark“ sein (weil dunkel, kühl, trist, abweisend). Wer an einem feuchtkalten Wintertag mittags um drei das Licht anstellen muss und helle Fenster vergeblich sucht, der sollte selbst sehr „stark“ oder besser gesagt unsensibel sein. Wir waren das nicht. Es überrascht dann auch nicht, dass nur ganz wenige Semis nach ihrem Abi gleich ins Studium gehen und erst mal eine Auszeit nehmen. Denn Studenten-WGs haben seit Klostermühle ihren Zauber verloren; vom Lernbetrieb brauchen alle erst mal Abstand weil man sich bereits die letzten 4 Jahre verausgabt hat. Dennoch: Rückblickend stehen für uns trotz Widersprüchen und Widrigkeiten viele positive Eindrücke im Vordergrund; am meisten das Glück eine gute Schulgemeinschaft erlebt zu haben. Es war wichtig unserem Kind auf eigenen Wunsch das Internat ermöglicht zu haben, aber genauso wichtig war die Erfahrung ein Ziel ändern zu können und die Schlüsse daraus zu ziehen. Nicht alles ist für jeden gut und vieles stimmt nicht ewig. Seminar-Maulbronn ist Geschichte und Traditionen, aber Tradition ist auch Stillstand und Stillstand ist keine Antwort für einen jungen Menschen in der Veränderung.  
 

Blair hat am 16.10.2013 16:26:38 geschrieben :

Ihre Berichte über Salem
Sie kleines Wixschwein,
ihre Seite beschmutzt Salem im äußersten Maße. Mein Internat, mein Salem ist sehr effizient in vielen Maßen. Das Niveau des Unterrichts ist sehr hoch. Letztes Jahr kam ich nach Salem und mein Englisch war durchschnittlich. Innerhalb von einem Jahr habe ich dieses so sehr verbessert das ich in den englischsprachigen Zweig der Schule wechseln konnte. Sie können jetzt nicht sagen das Salem einfach ein niedriges Niveau hat, weil die Eingangsprüfungen weltweit gleich sind. Bamm. Mein Englisch hat sich wegen der Lehrerin so verbessert, Wir sprachen nur Englisch im Englischunterricht und meine ganze Klasse hat sich vehement verbessert.
Ich finde ihre Beschuldigen gegen Salem empörend. Man kann aus ihren Texten schließen dass sie offensichtlich nie in Salem waren. All die von ihnen beschriebenen Abläufe die angeblich in Salem stattfinden, finden so nicht statt.

Sie sind einfach armselig und haben eine Wut auf Salem da sie selber nicht dorthingehen durften und jetzt ein armseliges wütendes Leben führen. Und verzeihen sie bitte mein Deutsch ich habe 13 Jahre lang in Frankreich gewohnt und dort nicht so viel Deutsch gesprochen.

Sie sind einfach armselig und verbittert. Sie tun einem ja quasi schon leid sie armes Schweinchen !!!!1

Leben sie wohl und belästigen sie Salem nie wieder auch nur in einem ihrer armseligen Leserbriefe auf RP Online, Stuttgarter Zeitung oder sonst was!!!

 

System hat am 05.09.2011 08:56:36 geschrieben :

Willkommen
Willkommen in meinem Gästebuch. Über Einträge würde ich mich sehr freuen.